Mittwoch, 25. September 2019

DIY - Eine Schabracke mit Pailletten verschönern


Meine Tochter mag individuelle Pferdesachen. Deshalb habe ich mir einen Weg überlegt, wie ich einfach selber ihre Schabracken besticken kann. Die Methode klappt sehr gut und deshalb möchte ich sie heute hier einmal vorstellen. 

Das habe ich für die Schabracke benötigt:



Die Produktvorschläge enthalten Werbelinks:
  • Natürlich erst einmal eine alte Schabracke.
  • Stecknadeln
  • Eine ausgedruckte Vorlage mit dem gewünschten Schriftzug auf ganz normalem Druckerpapier.
  • Paillettenband in der Wunschfarbe, wie hier zum Beispiel.
  • Diese Patches zum Aufnähen. 
  • passendes Nähgarn
  • Nähnadel
  • Schere
Das Arbeiten mit vorgefertigtem Band erleichtert das Ganze. Natürlich kann man auch die Pailletten einzeln aufnähen.



Ich starte damit, dass ich den Schriftzug mit Stecknadeln an der gewünschten Position gut feststecke. Es ist hilfreich, wenn man im Vorfeld einmal schaut, welcher Bereich der Schabracke nicht vom Sattel verdeckt wird.



Dann fange ich an, das Paillettenband direkt auf das Papier aufzunähen. Dazu steche ich in die vorhandenen Löcher und nähe einmal vor und zurück.


Das überschüssige Band wird zwischen zwei Pailletten abgeschnitten. Die einzelnen Element des Bandes lassen sich leicht gegeneinander verschieben. So kann man den Schriftzug genau nachahmen.


So arbeitet man sich Stück für Stück vor. 


Das Papier im Hintergrund lässt sich gut entfernen, weil es durch die Einstiche der Nähnadel schon perforiert ist. Eventuell nimmt man eine Pinzette zur Hilfe, wenn kleinere Papierstückchen feststecken.


So sieht der fertige Schriftzug aus. Man könnte die Schabracke jetzt schon so lassen oder - so wie ich es gemacht habe - noch ein Herz aus Pailletten aufnähen.


Auch das Herz lege ich auf und stecke es erste einmal fest. Danach nähe ich mit farblich passendem Nähgarn einmal außen herum.


Fertig ist die individuelle Schabracke.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

DIY - Eine Schabracke selber nähen


Ich wollte schon immer mal ausprobieren, ob ich eine Schabracke selber nähen kann. 

Weil ich noch so viel Fleecestoff im Keller hatte, habe ich mich dazu entschieden, die Schabracke komplett aus Fleece zu nähen. In der Regel bestehen Schabracken aus einem Baumwollstoff an der Ober- und Unterseite mit einem Volumenvlies dazwischen. 

Die Arbeitsschritte sind die gleichen und deshalb kann man mit dieser Anleitung auch eine klassische Schabracke nähen.

Das sind meine Materialien:
  • Fleecestoff für die Oberseite
  • Fleecestoff für die Unterseite und die Fülllagen
  • Fleecestoff für die Umrandung
  • Nähgarn
  • Pailettenkordel
  • Webband
Das braucht man für eine klassische Schabracke:
  • Baumwollstoff für die Oberseite
  • Baumwollstoff für die Unterseite
  • Volumenvlies für die Füllung
  • Nähgarn
  • Webband
  • evtl. Kordeln zum Verziehren

Ich nehme eine passende Schabracke und zeichne den Umriss auf den Fleecestoff. Wenn der Stoff doppelt liegt, kann man mit einem Mal beide benötigten Teile ausschneiden.

Wenn man die Variante mit dem Baumwollstoff näht, schneidet man vier Teile aus Baumwolle jeweils gegengleich aus. 

Jetzt benötigt man eine Füllung. Dazu habe ich eine Fleecedecke in vier Lagen zusammengelegt und noch einmal zwei Teile gegengleich ausgeschnitten.

Wieviele Lagen man verwendet, liegt an der Dicke des Stoffs. Meine Schabracke ist insgesamt rund 1,5 cm dick.
Wenn man Volumenvlies verwendet schneidet man zwei passende Stücke aus.
Nun liegen die Seitenteile der Schabracke vor mir auf dem Tisch.
Jetzt schneide ich aus einem weiteren Stück Fleecestoff ca. 4 cm breite Streifen für die Umrandung und die Mittelnaht aus. Man kann hier auch fertiges Schrägband verwenden, oder sich aus Baumwollstoff die Streifen zuschneiden. 

Bei Webstoff benötigt man noch eine Nahtzugabe, weil der Stoff umgeschlagen werden muss, damit er nicht ausfranst. Fleece ist leicht zu verarbeiten, weil er nicht versäubert werden muss.
Die Bänder werden nun ausgeschnitten.
Wie lang die Bänder sein müssen, misst man an individuell für die eigene Schabracke ab.
Nun nimmt man die Seitenteile der Schabracke und zeichnet die Linien für die Steppung an. Dabei kann man ganz nach Geschmack entscheiden, wie das Muster aussehen soll.
Mit der Nähmaschine näht man die Linien nach.
 
Wichtig ist, dass die einzelnen Lagen absolut glatt liegen. Es dürden auf keinen Fall Falten entstehen, die unter dem Sattel drücken könnten.
Den Stoff für die Umrandung legt man nun um die Stofflagen. Dabei muss man darauf achten, dass man mit der folgenden Naht beide Seiten der Umrandung zu fassen bekommt.
Ich habe mich dafür entschieden, ein Pailettenband als Verzierung anzunähen. 
Meine Nähmaschine hat bei sieben Lagen Fleece zuzügliche des Paillettenbands den Dienst quittiert. Also habe ich zu Nadel und Faden gegriffen.
Das ist das Zwischenergebnis. Die Gegenseite arbeitet man auf die gleiche Weise.
Wenn man die beiden Seiten nun gegenüber legt, bleibt durch die geschwungene Rückenlinie eine Lücke zwischen den Teilen.
Um die Teile glatt und ohne Falten zusammennähen kann, heftet man zunächst grob die Kanten aneinander.
Nun legt man das verbleibende Band an der Rückseite an.
Man führt es um die Vorderseite herum...
...um dann den Kreis auf der Rückseite zu schließen. Das Band wird dann wieder so angenäht, dass man mit einer Naht die Vorder- und die Rückseite zu fassen bekommt.
Jetzt ist die Schabracke schon fast fertig. 
Es fehlen nur noch die Webbänder, die die Schabracke unter dem Sattel in Position halten.

Als Muster nehme ich wieder die passende Schabracke.
Webband aus Synthetik kann man einfach auf die passende Länge zurecht schneiden und dann mit dem Feuerzeug an der Seite anbrennen um ein Ausfransen zu verhindern. Webband aus Baumwolle muss man umnähen.

Das Webband wird mit einer Stecknadel an der richtigen Stelle fixiert und angenäht. 

Fertig ist die Schabracke!
Meine Tochter hat sich riesig über die Schabracke gefreut. Die Pailletten sind natürlich der Hingucker.


Freitag, 20. Juli 2018

DIY - Einen Sattelschoner selber nähen


Ich habe für meine Tochter einen Sattelschoner genäht und dabei einige Fotos gemacht, damit ich hier im Blog zeigen kann, wie einfach es geht.



Man braucht dazu:
  • Fleecestoff (Ich habe hier zwei günstige Fleecedecken in der Größe 130 x 170 m verwendet. Dabei habe ich nicht den ganzen Stoff verbraucht.)
  • Gummilitze (2 Meter, hier in einer Stärke von 10 mm)
  • passendes Nähgarn
  • eine Nähmaschine
  • Stecknadeln
  • zwei Sicherheitsnadeln
  • eine Stoffschere
Entweder nimmt man einen vorhandenen Sattelschoner als Muster, oder lädt sich hier ein Schnittmuster als PDF herunter.

Das Schnittmuster besteht aus der Sitzfläche (Blätter 1 bis 12), die 2 x auf den Außenstoff und 2 x auf den Innenstoff übertragen wir und aus dem Rückenteil (Blätter a und b) das jeweils 1 x im Stoffbruch auf den Außen- und Innenstoff gezeichnet wird.


Hier sieht man die insgesamt sechs Teile fertig ausgeschnitten.

Bei Stoff, der zwei unterschiedliche Seiten hat, muss man darauf achten, die Teile der Sitzflächen jeweils gespiegelt auszuschneiden, denn man näht die Teile wie folgt zusammen:


Man legt den Innenstoff rechts auf rechts zusammen und steckt die Kante mit Stecknadeln fest. Nun näht man die obere Kante mit einer Nahtzugabe von ca. 1 cm ab.


Aufgeklappt sieht die Sitzfläche nun so aus.

Das Außenfutter näht man ebenso zusammen.


Nun sucht man die Mitte vom hinteren Schnittteil und markiert die Stelle mit einer Nadel.


Das Schnittteil wird rechts auf rechts genau mit der markierten Stelle auf die Naht des ersten Schnittteils gelegt. Nun steckt man die Rundung mit weiteren Stecknadeln fest. 

Ich habe mich hier für einen Einsatz in Kontrastfarbe entschieden. Wenn man es lieber mag, kann man den Bezug auch einfarbig nähen.



Was wegen der Rundung erst einmal kompliziert wirkt, ist ergibt sich eigentlich von selbst, wenn man sich von innen nach außen arbeitet.


Die Näht wird anschließend mit der Nähmaschine geschlossen.

Beim Innenstoff arbeitet man ebenso.

Wenn man den Sattelschoner mit Aufnähern oder Zierbändern verschönern möchte, dann ist jetzt der Moment gekommen, sie anzubringen.

Denn jetzt dreht man das fertige Innenteil auf rechts, damit die Nähte innen liegen und schiebt es rechts auf rechts in das Außenteil.


Die beiden Schnittteile werden jetzt mit Stecknadeln fixiert. Wichtig ist, die vorhandenen Nähte sorgfältig aufeinanderzulegen.


Nun näht man einmal außen herum und lässt dabei eine Wendeöffnung von ca. 10 cm offen.


Durch diese Wendeöffnung dreht man den Sattelschoner nun auf rechts.

Als nächstes steppt mal mit ca. 2 cm Entfernung vom Rand noch einmal komplett außen herum einen Kanal für das Gummiband ab.


Mit einer Sicherheitsnadel wird das Gummiband an einer Seite der Wendeöffnung fixiert. Mit der zweiten Sicherheitsnadel schiebt man das Gummiband durch den Kanal.


Nun verknotet man beide Enden sorgfältig und zieht das Band gleichmäßig zurecht.


Als letztes verschließt man die Wendeöffnung.


Man tut dies entweder mit der Nähmaschine mit einem Steppstich nahe am Außenrand, oder per Hand mit einem Matratzenstich.


Und fertig ist der Sattelschoner.